Vom Hockey, vom Strand und vom Frieden

Letzten Donnerstag habe ich mein schon Jahre überfälliges Hockey Comeback gegeben. Die Uni hat neben dem Hauptteam, welches 5 mal die Woche trainiert, noch ein sogenanntes Club Team wo es alles ein bisschen ruhiger zugeht und man nur 2-3 mal die Woche trainiert. In dem Team sind hauptsächlich Mädels (Hockey ist hier eher nur Frauensport) und ich bin also einer von 4 Jungs. Wie gut wir sind weiß ich noch nicht, aber ich glaube ich kann da schon nen ganz guten Platz für mich finden und wenn wir am 11. September unser erstes Spiel hatten, dann kann ich mal sagen wie wir uns geschlagen haben. Das gute ist, dass in dem Team viele Amis sind und ich somit einen kleinen Ausgleich zu meiner hauptsächlich internationalen Gruppe rund um das College of Law habe. Ab sofort trainiere ich also Montags und am Wochenende am Sonntag wenn kein Spiel ist und es macht richtig viel Spaß wieder Hockey zu spielen!

Dann habe ich am Wochenende einen guten Freund von Marie kennen gelernt und am Samstag waren wir in dem Film Salt (bitte nicht gucken) und am Sonntag haben wir uns  ein Auto gemietet und sind nach Virginia zum dortigen Nationalpark gefahren, der aber eher eine Enttäuschung war – wir haben ihm aber auch keine richtige Chance gegeben und dann sind wir schnell durch Virginia in Richtung Potomac River gefahren bzw. zu einer Bucht quasi vor Washington und damit ganz dicht am atlantischen Ozean dran! Da sind wir dann Abends noch ins Wasser gesprungen! Der Tag war sehr schön! Dazwischen gabs lecker Essen einmal in einem richtigen amerikanischen Dorf im lokalen Diner (Burger) und später Wendys (Chicken Nuggets). Irgendwie gehört das für mich doch dazu.

In der Kategorie “Ernst des Lebens” gabs auch eine positive Neuigkeit! Ich bin ab sofort ein “Foreign Legal Specialist” der Pro Bono Firma PILPG (www.pilpg.org). Dabei handelt es sich um das Projekt, über das ich beim letzten Eintrag gesprochen hatte. Gestern hatte ich dazu die erste Veranstaltung, die richtige Einführung folgt jedoch. Gestern war erst jemand da der über die Wichtigkeit der Sprache bei der Arbeit mit Klienten betont hat und danach ein Partner der Firma, der u. a. 3 Jahre für die Palästinenser bei den Friedensverhandlungen mitgeholfen hat und sonst auch schon ganz rumgekommen ist. Er hat über seine Erfahrungen in Friedensverhandlungen erzählt und am Ende ging es auch über die jetzt beginnenden neuen Friedensverhandlungen. Extrem spannend, weil er zum Teil als Insider erzählen konnte. Ich bin sehr gespannt wie das Projekt bzw. das wirkliche Arbeiten in einer Firma sein wird, die echte internationale Klienten hat. Es bedeutet wohl eine Menge Arbeit… sonst geht die Uni jetzt langsam los. Hauptsächlich wird hier Lesen aufgegeben und gerne mal 70 Seiten pro Fach. Very amusing.

Hier noch 3 Bilder vom Wochenende und die Karte wo wir waren.

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Sagt der Peter zum Klaus: Und dann geht die Uni los!

Jetzt wird’s dann doch ernster ;-)

Am letzten Freitag gab es eine viel zu lange Einführung (8 Std. ungelogen!), aber wenigstens am Nachmittag kostenlose Burger unter freiem Himmel auf dem Main Campus. Großes Trallala! Aber die Amis müssen nun mal zeigen, dass sie eine große Uni haben und auch alles anbieten was man sich ausdenken kann.

Am Samstag habe ich Laura und Chris (die Gastgeschwister von Resi) in DC getroffen! Sehr spontan, aber das ist dann mal ausnahmsweise eine gute Seite von facebook! Also habe ich mit ein paar Freunden von den beiden mich durch DC gearbeitet und wir waren im Naturmuseum — ich wäre da alleine glaube ich nie reingegangen, also ein Sieg für die Biologie!

Dann bin ich am Sonntag mit Marie ein wenig durch Georgetown gelatscht, auch am Wasser entlang. Washington ist echt vielfältig und hat eine Menge zu bieten.

Gestern (Montag) ging dann die Uni los, mal sehen wie lange ich alles spannend finde und ab wann ich in Arbeit ersticke. Man soll immer Lesen für seine Klasse, egal welches Thema, am besten erstmal 50 Seiten lesen und da wird schon was draus. Mein erster Kurs, Human Rights, war eher eine Enttäuschung. Das Thema ist sicherlich interessant, aber die Art und Weise des Unterrichts hat mir gar nicht gefallen… also streich ich ihn wahrscheinlich. Der Rest des Tages war eher mit Info Veranstaltungen gefüllt.

Das war also eine kleine Enttäuschung, dafür war aber der heutige Tag um so besser!! Als erstes hatte ich International Trade, was durchaus nach einem spannenden Kurs aussieht. Dann gab es International Law, was wahrscheinlich eine allgemeine Einführung wird – kann man denke ich immer gebrauchen und dann die Krönung: UN & Multi-Ntl-Organisations: Law of the UN mit niemand anderem als Barack Obama….’s ehemaligen Mitarbeiter aus dem Weißen Haus. Es handelt sich um einen Prof. der nur für diesen Kurs kommt und im Weißen Haus mal für Internationales Recht zuständig war und jetzt arbeitet er fürs amerik. Außenministerium. Der Mann redet wie ein Wasserfall und hat alles schon mal angefasst was im internationalen Recht bzw. auch international politisch abgeht. Man muss ihn erleben, er kann richtig begeistern!

Also langsam nimmt mein Stundenplan seine Form an, auch wenn es noch eine Bonbon gibt – ein Kurs bei dem man direkt für eine Pro-Bono Firma arbeitet und direkt an Projekten in Darfur, Nepal, Sudan, etc. beteiligt ist! Das heißt die Texte und Vorschläge die man verfasst werden nur noch durch wenige Hände und dann direkt an die dortigen Regierungen, Organisationen, etc. gereicht! Man muss sich bewerben und es ist ein hoher Zeitaufwand, aber ich denke ich werde mein Glück versuchen.

Das ist also der eher nüchterne Bericht über die Uni. In den letzten Tagen habe ich deshalb wenig von der Familie mitbekommen die mit mir gerade noch hier wohnt (5!!! inkl. Baby). Ich habe ein “neues” Fahrrad – das heißt also eines der anderen Fahrräder was hier noch im Schuppen ist – aber ein hoffentlich richtig-krass-sicheres Schloss. Naja ich parke im Moment in der Garage unter der Uni ;-) (jaja Amerika – schon vergessen?)

That’s it for the moment? Questions??

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Die letzten Tage… und ein gestohlenes Fahrrad

Okay, da hab ich wohl ein paar Tage nicht geschrieben. Hoffentlich krieg ich alles noch zusammen. Am Montag ist Alex (die Frau die hier noch ein paar Tage gelebt hat) zurück nach England gegangen.

Am Sonntag war ich in der National Art Galery, die aus 13. – 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert Kunst eingeteilt ist. Mir haben vor allem die Bilder der Moderne mehr gefallen, sonst läuft man zum Teil von Portrait zu Portrait und wird ein bisschen von der Masse der Bilder überladen.

Montag war ich im Capitol, man wird leider nur extrem kurz durch 3 Räume, immerhin unter der Kuppel durchgeführt, aber man sieht nichts vom Senat. Dafür habe ich ein paar Mit-Jura Studenten kennen gelernt und schon mal ein Mädel aus Frankreich, welches auch in meinem Programm studieren wird. (Sie wirkt sehr erfolgsorientiert… zu sehr!) Danach waren wir noch einen Trinken im Irish Pub.

Dienstag war ich kurz ein wenig zu Fuß in der Gegend unterwegs und Abends hab ich mit Marie die US Army Band am Washington Monument gehört. Viel Marschmusik, aber auch Tschaikowskis Overtüre 1812 mit Kanonenfeuer! Danach waren wir nocher lecker amerikanisch essen, contemporary (zeitgenössisch) american food, für mich: Burger. Aber guten Burger!

Heute war ich in der Phillips Collection, hat mir nur mittelmäßig gefallen, aber ich habe mir nicht so viel Zeit genommen, da ich heute Nachmittag die nächsten internationalen Gäste in “meinem” Haus begrüßen musste… doch auf dem Weg zurück musste ich leider feststellen, dass man mir mein Fahrrad von der U-Bahn Station geklaut hatte! Am hellichten Tag… so ein sch… Mal sehen ob ich das irgendwie wiederbekomme oder so. Muss mich am Wochenende mal mit der lokalen Polizei darüber auseinandersetzen.

Also noch ist es alles ein wenig Tourismus und noch ein bisschen Zeit genießen. Am Freitag gibt es die Einführungsveranstaltung der Uni und ab Montag geht es dann mit den Klassen los. Ich bin mal gespannt was mich erwartet. Also that’s it for the moment!!

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Downtown, Weißes Haus, Mall, Air & Space Museum

Am Donnerstag habe ich den Capitol Trail ausprobiert, der führt einen in etwa 10 km nach Georgetown und von da kommt man relativ schnell auch noch zum Weißen Haus. Da ich unbedingt zum White House wollte, habe ich mich bisher in Georgetown kaum umgesehen und bin nur schnell durchgelaufen/-fahren mit dem Fahrrad. Man kann in der Stadt mit dem Fahrrad nicht ohne Probleme fahren. Auf der Straße geht es zum Teil zu wild zu und ich glaube die Rücksichtnahme ist gering und auf dem Gehweg muss man um die Leute herumkurven, das geht solange die Wege breit genug sind. Fahrradwege sind glaube ich nach wie vor ein Fremdwort für die Amis.

Der Fahrradweg hier runter, also der Capitol Trail, ist wohl auf einem ehemaligen Gleisbett mit Asphalt perfekt zu fahren und zum Glück geht es auf dem Hinweg meist bergab.

Ich habe mir dann das Weiße Haus und die Umgebung ein wenig angeschaut und bin dann über eine der zentralen langen Straßen langsam zurück in meine Richtung durch die Stadt gefahren. Die meisten Botschaften sind an dieser Straße (Massachuchetts Avenue) gelegen und die Gebäude sind sehr beeindruckend und nehmen kein Ende. Dann bin ich noch an der riesigen Nation Cathedral vorbei, weil ich dort jemanden treffen wollte, was aber erst gestern geklappt hat. Dann bin ich auch nach Hause gefahren, weil es im Moment hier ziemlich stürmt und nachmittags irgendwann der Regen los geht.

Am Abend haben wir lecker Buffalo Burger (aber nur als Fleisch, nicht als richtigen Burger) gegessen und ich habe mit meiner Gastgeberin und Alex (die Frau die zurück nach England geht) noch länger Wein getrunken. Für amerikanische Verhältnisse wird hier anscheinend noch gekocht, aber meine liebe Gastgeberin ist einfach auch definitiv vom britischen Schlag.

Am Freitag bin ich zur Mall (dort wo die ganzen Museen und das Capitol sind, also nicht Shopping) gefahren und habe mir das Air & Space Museum angeschaut. Das coole ist, dass die ganzen Museen die dort gelegen sind keinen Eintritt kosten und man so mal schnell rein oder raus gehen kann wie man will.

Das Museum ist echt sehenswert… viele Flugzeuge, viele Raumschiffe… muss mal sehen wie ich das mit den Fotos mache.

Später habe ich noch Marie kennen gelernt, die auch ein Semester an der AU studieren wird. Wir waren am Dupont Circle (das ist so Künstler Hochburg, aber ich hab mich noch nicht viel umgeschaut) bei Starbucks und dann was essen. Das war ganz schön, mal wieder ein deutsches Gesicht und jemand in einer ähnlichen Situation wie man selber.

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Und los gehts

Also, Aaron ist mein Held. Als ich in Berlin Tegel einchecken wollte, hatte mein Koffer leider ein paar Kilo übergewicht, aber Aaron hat mir schnell seinen Eastpack geholt und so haben wir ein paar Sachen dort reingestopft und als zweiten Koffer aufgegeben. Übergewicht hätte 150 Euro gekostet, so kam ich mit 55 Euro davon…

Naja aller schwerer Anfang, kann ja nur weitere Problematik nach sich ziehen! Entspannter Flug nach NYC. Wir waren sogar eine halbe Stunde vorher da, nur das wir trotzdem nicht früher ans Gate kamen. Mein nächster Flug war in einer guten Stunde und die Flugbegleiter meinten alle jaja das klappt schon. Aber ich wurde trotzdem nervöser, schließlich muss man in New York zum einen Einreisen (also Immigration durchlaufen) und das Gepäck abholen, durch den Zoll bringen und wieder einchecken! Die Schlangen bei der Passkontrolle waren natürlich viel zu lang, also hab ich mich mithilfe einer Delta Angestellten nach vorne schicken lassen mit dem netten Hinweis: “Well you’re not going to make it but you can take your chance…” Also den Part geschafft, dann kamen die Koffer nicht ewig. Dann ab zum Zoll. (Ich habe auch noch Schokolade dabei, das heißt beim Zollformular einmal Yes ankreuzen und heißt eventuell Kontrolle) Der Zollbeamte winkt mich durch… aber nur noch etwa 20 min. bis der Checkin schließt. Ich warte am Delta Counter darauf, dass mir die Angestellte sagt ob ich den Flug noch kriege oder ob sie mich umbuchen muss. Daraufhin sagt sie ach das schaffen sie noch. Ich schaue auf die ewig lange Schlange des erneuten Security Checks und gucke sie fragend an. Kein Ding, gehen sie außen rum und selber ins Terminal 2 rein. Man muss den Kennedy Airport kennen um zu wissen, dass man die Terminals durchaus ein paar Minuten voneinander und mit mehreren Tunnels, Straßen und haste-nicht-gesehen verbunden sind. Den Weg zu finden… ich empfehle es keinem!! Lange rede: Ich habe es am Ende geschafft, der Security Check auf der anderen Seite war tatsächlich kürzer und nachdem ich immer schön gerannt war, bin ich gerade noch in die Boarding Phase reingelaufen und habe es ins Flugzeug geschafft. Die Washington Flüge sind wunderbar mit einer kleinen feinen 50 Mann Maschine.

Auf dem Flughafen von Baltimore habe ich mir erstmal mit meinen letzten Dollars 5 Chicken Wings und eine Cola gekauft. Ein Traum, wenn man gerade massig Flugzeug Essen hinter sich hat. Danach bin ich mit einem Shuttle zu meinem Häuschen hier gefahren.

Ich wohne bei einer Freundin einer Freundin meiner Eltern(so ist es am schnellsten erklärt und doch nicht klar). Ein wunderbares britisch angehauchtes Haus, da meine Gastgeberin ursprünglich aus England kommt. Besser könnte es für mich nicht sein! Das Haus ist innen und außen echt schick und es gibt auch alles was man braucht: WLAN, Klavier und Co.

Ich bekam auch noch etwas zu Essen und lernte noch eine Frau kennen, die hier auch noch ein paar Tage übernachtet und dann nach England zurückgeht, nach dem sie 17 Jahre hier gelebt hat. Diese Frau sowie meine Gastgeberin scheinen sehr sympathische Menschen zu sein.

Dann erstmal eine Nacht geschlafen und seit langer Zeit mal von selbst um 7 Uhr aufgewacht, konnte aber auch noch ein wenig weiterschlafen bis 10.

Heute bin ich mit dem Fahrrad in der Nachbarschaft herumgefahren, habe mir alles ein wenig angesehen und war auch schon in der Uni… es ist sehr anstrengend hier den ganzen Tag Fahrrad zu fahren, da etwa 32° herrschen, aber wegtechnisch geht es für eine amerikanische Stadt erstaunlich gut und in der Nähe ist sogar ein Fahrradweg der bis in die Nähe von Downtown DC führt, den werde ich wohl morgen mal ausprobieren.

Lecker Essen im Flugzeug...

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Hallo Welt!

Eine Reise später…

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